Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Navigation nach oben
Anmelden
Headerbild
Aktuelles
Selektion nach Zielgruppen Go
23.11.2017

Absolventenfamilie Digitale Forensik wächst

 


​Die Absolventen bei Ihrer Verabschiedung am 18. November

Albstadt/Sigmaringen. Am Samstag hat die Hochschule Albstadt-Sigmaringen ihre Absolventen im berufsbegleitenden Masterstudiengang „Digitale Forensik“ feierlich verabschiedet. Die Digitale Forensik, häufig auch als Computerforensik oder IT-Forensik bezeichnet, kommt zum Einsatz, wenn digitale Daten Ziel, Mittel oder Katalysator eines Strafdeliktes sind. Seit der letzten Verabschiedung 2015 haben 57 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihr Studium erfolgreich beendet.

In einem Festakt in der Stadthalle Balingen gratulierte Rektorin Dr. Ingeborg Mühldorfer den Absolventen herzlich zu ihrem Erfolg und bedankte sich bei ihnen. Mit der Auswertung und gerichtssicheren Aufbereitung digitaler Spuren würden sie einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung von Verbrechen leisten und sich damit für die Sicherung und den Erhalt unserer bestehenden demokratischen Gesellschaft einsetzen, so Mühldorfer. Helmut Reitemann, Oberbürgermeister von Balingen, würdigte ebenfalls die große Leistung, „neben Beruf und Familie ein Studium erfolgreich durchzuziehen“. Dass die Studierenden dafür zu den Präsenzveranstaltungen nach Balingen gekommen seien und dies nicht unangenehmer als eine Anreise zu den Partneruniversitäten nach Erlangen oder Frankfurt empfanden, freue ihn als Oberhaupt der Stadt „südlich“ von Stuttgart. In einem Fachvortrag ging Martin Lühning, leitender Mitarbeiter im Polizeipräsidium Aalen, auf die Herausforderungen der IT-Forensik in kriminalpolizeilichen Ermittlungen ein. Lühning war knapp sechs Jahre Leiter der Inspektion „Digitale Spuren“ beim Landeskriminalamt in Stuttgart. Er wies darauf hin, dass in einer immer enger vernetzten Welt auch ohne menschliches Zutun fortlaufend digitale Spuren anfallen. Gerade die Auswertung dieser Spuren sei in der Aufklärung von Verbrechen von besonderem Interesse.

Prof. Dr. Martin Rieger, Studiendekan der Digitalen Forensik, und Prof. Holger Morgenstern, Dekan der Fakultät Informatik, beglückwünschten die Absolventen im Anschluss einzeln. „Nutzen und pflegen sie das entstandene Netzwerks“, empfahl Rieger den Absolventen. Nach der Ehrung bedankte sich Jürgen Straub im Namen der Absolventen beim Team des Studienganges für die Unterstützung während des Studiums und lobte die hohe Qualität der Ausbildung. Im Berufsleben zeige sich immer wieder, wie fachlich fundiert die vermittelten Kenntnisse seien, so Straub.
„Mit ihrem Abschluss sind die Absolventen gefragte Experten im Markt. Egal, ob in der Strafverfolgung, der freien Wirtschaft oder als Sachverständige - die Aussichten für die frisch gebackenen IT-Forensiker sind hervorragend“, zeigt sich Morgenstern überzeugt.
 
Bei den Absolventen war an diesem Abend aber vor allem die Freude groß, die anstrengende Zeit neben Familie und Beruf mit dem Abschluss geschafft zu haben.
 
Über den Master Digitale Forensik
Ob Wirtschaftsspionage, Kinderpornografie, Datenklau oder illegale Geldtransfers, die Straftaten im digitalen Umfeld nehmen rasant zu. Damit diese wirksam verfolgt werden können, müssen die Spuren auf digitalen Geräten bis zur Quelle verfolgt und so gesichert werden, dass sie als Beweismittel vor Gericht eingesetzt werden können. Dafür sind spezielle Kenntnisse notwendig. In dem berufsbegleitenden Masterstudiengang „Digitale Forensik“ der Hochschule Albstadt Sigmaringen werden seit 2010 diese Experten mit aktuellem wissenschaftlichem Know-how ausgebildet. Sie können digitale Sicherheitslücken erkennen und digitale Angriffe nachverfolgbar dokumentieren.