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23.01.2017

Hochschule setzt sich für Entrepreneurship ein – erste Maßnahmen und Projekte laufen

 

Albstadt/Sigmaringen. Entrepreneurship soll an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen in den kommenden Jahren fakultätsübergreifend in Lehre und Forschung gefördert werden. Die Etablierung einer Kultur, die Innovation, unternehmerisches Denken und Start-ups fördert, soll an beiden Standorten fest verankert werden. Dafür arbeitet die Hochschule eng mit Städten, Wirtschaftsförderungen und der IHK zusammen. Zwei Förderprojekte wurden im vergangenen Jahr bereits gewonnen. „Derzeit arbeiten wir am neuen Struktur- und Entwicklungsplan für die kommenden Jahre“, sagt Rektorin Dr. Ingeborg Mühldorfer, „Entrepreneurship ist dabei eines der herausragenden Ziele“.

Förderprogramme wie Start2Research oder Fit4Research, die Innovation und Forschergeist stärken sollen, gibt es bereits seit Jahren. Seit Herbst 2016 kommen verstärkt Maßnahmen zur Stärkung des Gründungsgedanken hinzu. Im Oktober wurde fakultätsübergreifend zusammen mit der Wirtschaftsförderung Landkreis Sigmaringen und BWcom ein „Design Thinking Workshop“ durchgeführt, bei dem neueste Innovationstechniken gezeigt und zur Anwendung gebracht wurden. Im November wurden in einem Gründer-Café 70 Studierende nach Bedürfnissen und Gründerverhalten befragt und Vertreter aus der Industrie und Finanzwelt in einem Kreativ Workshop zu den Voraussetzungen zur Finanzierung von Start-Ups interviewt. Die gesammelten Informationen bilden die Grundlage für die Konzeption einer Matching Plattform für Start-Ups, die 2017 umgesetzt werden soll. Mit Andreas ter Woort ist seit September auch ein hochschuleigener Start-Up Manager vor Ort. Er soll die verschiedenen Maßnahmen koordinieren und als erster Ansprechpartner für externe und interne Anfragen rund um das Thema Gründung zur Verfügung stehen. Als virtuelle Anlaufstelle ging im Dezember außerdem die Homepage www.startup-guru.com online.

Ein zusätzliches Plus: Die enge Zusammenarbeit mit der Technologiewerkstatt Albstadt und zukünftig auch mit dem Innovationscampus in Sigmaringen bietet für Gründungswillige und Start-ups an beiden Standorten eine optimale Infrastruktur. 
Den Innovationsgeist zu fördern bedeute aber mehr als die Unterstützung von Start-ups, erklärt Rektorin Dr. Ingeborg Mühldorfer. Man wolle unternehmerisches Denken gezielt auch bei den Studierenden fördern, die später in ein Unternehmen wollen. „Unsere Studierende gehen später in Führungspositionen im Management“, so die Rektorin, „gerade da ist es wichtig, sie für Fragen zu sensibilisieren, wie „wie bringe ich das Unternehmen weiter?““. Ein weiteres Thema, das immer wieder an die Hochschule herangetragen werde, sei außerdem das Thema „Unternehmensnachfolge“, auch dies habe man im Blick, verspricht die Rektorin.
 
Die Entwicklung und Einrichtung eines neuen Masterstudiengangs sowie geeigneter Praxis- und Lehrmodule sind bereits in Planung. Da das Thema Entrepreneurship alle Studiengänge betrifft, sind die Konzepte und Maßnahmen fakultätsübergreifend konzipiert.  Erste angelaufene Maßnahmen scheinen sich bereits auszuzahlen: drei Teams aus dem Elevator Pitch im November sind heute in Gesprächen mit potentiellen Geldgebern. Als eine der ersten Maßnahmen im neuen Jahr hat der Verein der Freunde und Förderer der Hochschule Albstadt-Sigmaringen in Kooperation mit der IHK Reutlingen am 20. Januar 2017 den „Fördervereins Entrepreneurship Award“ (FEA) für Studierende vergeben.

2016 wurden zwei Förderprojekte gewonnen
 
Um den neuen strategischen Schwerpunkt bestmöglich umsetzen zu können, hat die Hochschule bereits 2016 zwei Anträge erfolgreich eingereicht:
 
Seit August wird das Projekt „School of Entrepreneurship“ in Sigmaringen gefördert. Es ist ein vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördertes „Land(auf)Schwung“-Projekt mit dem Ziel, Gründungen im ländlichen Raum zu fördern. Projektträger ist die Wirtschaftsförderung des Landkreises Sigmaringen. Die Schwerpunkte liegen in der Vernetzung von Industrie und Hochschule sowie in der Förderung und Unterstützung von Start-ups, sowohl hochschulintern wie auch -extern. Zentrales Element ist der Aufbau und die Etablierung der “School of Entrepreneurship”. Antragsteller waren die Professoren Dr. Uwe Sachse und Dr. Clemens Möller.
 
Im Herbst 2016 kam ein weiteres Projekt hinzu. Gemeinsam mit den Hochschulen Ravensburg-Weingarten und Biberach war man  im Wettbewerb „Gründungskultur in Studium und Lehre – GuStL“ erfolgreich. Mit dem Konzept GROW („Go your own way“) wollen die Hochschulen gemeinsam die Studierenden motivieren, ihre Ideen in ein eigenes Unternehmen umzusetzen. Die Studierenden sollen dabei in allen Phasen der Gründung, von der Ideenfindung bis hin zur Realisierung, unterstützt werden. Unter anderem wollen die Hochschulen ermöglichen, dass die Studierenden ihr Praxissemester zur Gründung eines eigenen Unternehmens nutzen können. Ein gemeinsames Projektteam plant und begleitet in regelmäßigen Treffen die Phasen des Projekts. Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Die Fördersumme in Höhe von 1.200.000 Euro wird unter den Hochschulen aufgeteilt. In diesem Rahmen gibt es seit Ende 2016 für die professorale Unterstützung und Begleitung des Themas an beiden Standorten einen Gründer-Coach in Forschung und Lehre. In Albstadt