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Maschinenbau

Schülerprojekt 3D-Druck

Die Fakultät Engineering engagiert sich seit mehreren Semestern als Kooperationspartner verstärkt für den Wissenstransfer an Schulen der Region. Für die Projekte werden möglichst aktuelle Themen gewählt, deren Relevanz für die Zukunft unbestritten ist, und die das Potenzial mitbringen, Schülerinnen und Schüler nachhaltig für Technik zu begeistern.

Das Projekt, das aktuell im Studiengang Maschinenbau von einem studentischen Team unter der Leitung von Prof. Dr. Fabian Graefe umgesetzt wird, hat zum Ziel, einen großformatigen 3D-Drucker zu entwickeln, zu bauen und erfolgreich in Betrieb zu nehmen. Fast jede Schule verfügt inzwischen über einen eigenen 3D-Drucker, der auch von den Schülern genutzt wird. Um darüber hinaus ein weiterreichendes Verständnis für die technischen Erfordernisse und Spezifikationen zu vermitteln, begleiten die Schülerinnen und Schüler der drei beteiligten Gymnasien aus Ebingen, Tailfingen und Mössingen den kompletten Prozess von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme. „Man lernt einfach mehr, wenn man einen 3D-Drucker selber zusammenbaut“, so die einhellige Einschätzung der vier Maschinenbaustudenten, die die Schüler im Rahmen einer Projektarbeit betreuen.

Zum ersten Termin Mitte Dezember standen wesentliche Vorarbeiten auf dem Programm. Die Schüler durften sich im hochschuleigenen „FabLab“ anhand zweier 3D-Drucker mit deren Funktionsweise und den Materialien vertraut machen, die zum Drucken verwendet werden. Die qualifizierten Anmerkungen der Schüler ließen die Studierenden aufhorchen. Auf Nachfrage gaben sie an, schon Erfahrung mit dem Thema gesammelt zu haben – im Rahmen einer Schülerfirma am Progymnasium Tailfingen und dank einer Veranstaltung der Technologiewerkstatt. Welch breites Spektrum an Möglichkeiten der 3D-Druck für die Fertigung verschiedenster Objekte mitbringt, veranschaulichten die Studenten in einer ansprechenden Präsentation. Mit allerlei Ideen ausgestattet, wie man Konstruktionen mittels 3D-Druck umsetzen kann, starteten die Schüler danach in die Konzeptionsphase. In Kleingruppen, die jeweils von einem Studenten betreut wurden, sammelten sie alle Begrifflichkeiten und Aspekte, die ihnen zum Thema 3D-Druck bekannt waren. Die Komponenten wurden anschließend nach Themenfeldern geclustert und in einem großen Mindmap zusammengeführt. Auf dieser Grundlage erstellten die Schüler eine Anforderungsliste, die alle Komponenten und Spezifikationen berücksichtigen sollte, die für einen funktionsfähigen 3D-Drucker benötigt werden. Diese Aufstellung wird die Grundlage für das nächste Projekttreffen im Februar sein, bei dem der Startschuss für die Konstruktion fällt.